Leistung · Digitale Planung

BIM: Building Information Modeling

Bei uns steht Building Information Modeling im Mittelpunkt — denn wir glauben fest daran, dass es das Fundament für erfolgreiche Bauprojekte bildet.

Auf einen Blick

Building Information Modeling (BIM) bezeichnet die modellbasierte Planungsmethode, bei der ein Gebäude als dreidimensionales, datenangereichertes Modell entsteht. 38 Grad Gebäudetechnik erstellt das Fachmodell HLKKSE, führt die Kollisionsprüfung mit Architektur- und Tragwerksmodell durch und organisiert den Informationsaustausch über offene IFC-Schnittstellen nach SN EN ISO 19650.

  • Norm: SN EN ISO 19650 — das SIA-Merkblatt 2051 wurde Ende 2024 zurückgezogen
  • Format: offener IFC-Austausch, herstellerneutral
  • Nutzen: Kollisionen am Bildschirm statt auf der Baustelle, weniger Nachträge, verwertbare Daten für den Betrieb
Leistung im Detail

Planen, realisieren und betreiben — auf einer Datenbasis

BIM ermöglicht es uns, Gebäudeprojekte auf eine völlig neue Art und Weise zu planen, zu realisieren und zu betreiben.

BIM fördert die Zusammenarbeit zwischen Architektinnen, Ingenieuren, Auftragnehmern und weiteren Projektbeteiligten, indem es eine zentrale Datenplattform schafft. Alle arbeiten am gleichen Informationsstand — Missverständnisse durch veraltete Planstände verschwinden.

Gleichzeitig ermöglicht BIM, nachhaltigere und energieeffizientere Gebäude zu entwickeln: Bereits in der Planungsphase lassen sich Energieverbrauch, Materialwahl und Lebenszyklus­kosten beurteilen, statt sie erst nach der Fertigstellung zu messen.

Wichtig ist uns dabei die Ehrlichkeit: BIM ist kein Selbstzweck. Der Nutzen steigt mit der Installationsdichte und der Zahl der Beteiligten. Wo eine klassische 2D-Planung wirtschaftlicher ist, sagen wir das — und planen so.

Isometrisches BIM-Fachmodell der Gebäudetechnik mit markierter Kollision zwischen Lüftungskanal und Kältetrasse
Umfang

Was wir konkret liefern

  • Fachmodell Gebäudetechnik

    Modellierung aller HLKKSE-Gewerke in der vereinbarten Detaillierung (LOD/LOIN) je Projektphase.

  • Kollisionsprüfung und Koordination

    Regelmässige Zusammenführung mit Architektur- und Tragwerksmodell, dokumentierte Kollisionsliste und Nachverfolgung bis zur Lösung.

  • BIM-Abwicklungsplan

    Mitwirkung bei AIA und BAP: Ziele, Anwendungsfälle, Rollen, Datenaustausch, Modellstruktur und Prüfprozesse — nach SN EN ISO 19650.

  • Offener Datenaustausch

    IFC-basierte Lieferung, damit Sie nicht an ein einzelnes Softwareprodukt gebunden sind — auch nicht in der Betriebsphase.

  • Mengen und Kostensicherheit

    Modellbasierte Mengenermittlung als Grundlage für belastbare Ausschreibungen und weniger Nachtragsdiskussionen.

  • Zukunft des Bauens

    Mit BIM gestalten wir nicht nur die Gegenwart, sondern auch die Zukunft des Bauens: Das Modell bleibt nach der Übergabe als Datengrundlage nutzbar.

Warum 38 Grad

Warum uns wählen?

Kollaboration und Transparenz

Eine zentrale Datenbasis, auf die alle Beteiligten zugreifen — jederzeit nachvollziehbar, wer wann was geändert hat.

Nachhaltigkeit und Innovation

Energieverbrauch, Materialauswahl und Lebenszykluskosten werden bereits in der Planung berücksichtigt statt nachträglich bedauert.

Weniger Überraschungen auf der Baustelle

Jede am Bildschirm gelöste Kollision ist ein Nachtrag, der gar nicht erst entsteht.

FAQ

Häufige Fragen zu Building Information Modeling

Was bringt BIM der Bauherrschaft konkret?

Bei der BIM-Methode wird die Gebäudetechnik als dreidimensionales, datenangereichertes Fachmodell geplant und mit den Modellen von Architektur und Tragwerk zusammengeführt. Kollisionen zwischen Lüftungskanälen, Leitungen und Bauteilen werden dadurch am Bildschirm erkannt statt auf der Baustelle. Das reduziert Nachträge, Bauzeitverzögerungen und Improvisationen bei der Ausführung — und liefert am Ende ein Modell, das im Betrieb weiterverwendet werden kann.

Welche Norm gilt in der Schweiz für BIM?

Das SIA-Merkblatt 2051 «Building Information Modelling (BIM)» wurde Ende 2024 zurückgezogen; ebenfalls entfallen sind die Dokumentationen D0270 und D0271 sowie die BIM-Zusatzvereinbarung SIA 1001/11. Massgebend ist heute die internationale Normenreihe SN EN ISO 19650, insbesondere SN EN ISO 19650-1 zur Organisation des Informationsmanagements.

Was bedeutet LOD beziehungsweise LOIN?

LOD (Level of Development) und LOIN (Level of Information Need) beschreiben, wie detailliert und mit welchen Informationen ein Modellelement in einer bestimmten Projektphase ausgestattet sein muss. Diese Festlegung gehört in den BIM-Abwicklungsplan. Ohne sie wird entweder zu früh zu genau modelliert — oder zu spät zu grob.

Brauche ich für BIM teure Software?

Als Bauherrschaft nicht. Der Austausch erfolgt über das offene Format IFC; für die Ansicht genügen kostenlose Viewer. Die Modellierungs- und Koordinationswerkzeuge liegen bei den Planenden. Wichtig ist, dass die Datenanforderungen früh vertraglich geregelt werden.

Lohnt sich BIM auch bei kleineren Projekten?

Der Nutzen steigt mit der Installationsdichte, nicht zwingend mit der Bausumme. Ein Mehrfamilienhaus mit knappen Deckenhohlräumen oder eine Sanierung im Bestand profitiert oft mehr als ein grosszügiger Neubau. Wir empfehlen BIM dort, wo Koordinationsrisiken bestehen — und sagen es offen, wenn eine klassische 2D-Planung wirtschaftlicher ist.

Nächster Schritt

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